DEUTSCHE MEISTERSCHAFT U18

BRONZE FÜR JONATHAN BÖGELEIN

Im nordrhein-westfälischen Herne erkämpfte Jonathan Bögelein von der Sportschule Bischoff bei der Deutschen Judo-Meisterschaft der U18 die Bronzemedaille. Teamkollege Tobias Harter konnte leider keinen Sieg landen.

Als Süddeutscher Meister und Vizemeister hatten sich die beiden Ansbacher in der Gewichtsklasse -60kg für diese Titelkämpfe qualifiziert.

Seinen ersten beiden Gegnern ließ Bögelein keine Chance und besiegte zuerst Jonas Klein (Rheinland) per Ausheber und Haltegriff und danach Lucas Fejfar (Niedersachsen) ebenfalls vorzeitig mit Ippon. Tobias Harter konnte hingegen im ersten Kampf nicht sein volles Potenzial abrufen und musste einem Rückstand gleich zu Kampfbeginn nachlaufen, den er jedoch nicht mehr aufholen konnte.

In Runde drei wartete dann auf Jonathan mit Ian Störmer (Hessen) ein starker Gegner, der bereits im Vorjahr Bronze bei der Deutschen Meisterschaft erkämpft hatte. Doch der Ansbacher ging in den ersten Sekunden mit einem fulminanten Schulterwurf gleich in Führung und beherrschte auch weiterhin die Begegnung klar. Dennoch konnte Störmer ausgleichen, da Jonathan etwas zu offensiv und riskant kämpfte und so eine Kontertechnik hinnehmen musste. Doch kurz darauf konnte er dann diese Begegnung für sich entscheiden, als er seinerseits einen Angriff des Hessen zu seinen Gunsten kontern konnte und somit ins Halbfinale einzog.

Derweil kämpfte Tobias Harter in der Trostrunde gegen den Nordrhein-Westfalen Tom Droste. Hier konnte er gut mithalten, doch leider reichte es nicht zu einem Sieg, was das Ende dieser Meisterschaft für Harter bedeutete.

Bögeleins Gegner im Kampf um den Einzug ins Finale war der Berliner Mateo Cuk, der zuletzt bei den großen Turnieren immer vorne landete, auch international schon erfolgreich am Start war und daher der Favorit in dieser Gewichtsklasse war. Doch Jonathan ließ sich davon nicht beeindrucken und machte in der Anfangsminute einen sehr starken Kampf. Einen Angriff seines Gegners konnte er übernehmen und diesen voll ausheben, was die Kampfrichter mit Wazaari bewerteten. Doch Cuk zeigte kurz darauf seine Klasse. Einen Moment lang verließ Jonathan die taktische Marschroute und änderte die Faßart. Der Berliner kam sofort mit einer Außensichel durch und beendete den Kampf zu seinen Gunsten.

Damit blieb nur der Kampf um Bronze. Da der Finalblock erst nach Ende aller Vorrundenkämpfe stattfand, waren drei Stunden Zeit, um die erste Enttäuschung zu verarbeiten und sich auf den Gegner einzustellen. Dieser hieß Alessio Murrone (Nordrhein-Westfalen) und hatte zuvor ebenfalls gegen Cuk verloren, wobei auch er einen starken Kampf geliefert hatte. Jonathan ging sehr konzentriert zu Werke und dominierte im Griffkampf, so dass sein Gegner verwarnt wurde. Diese Taktik behielt er bei und da Murrone daraufhin ein weiteres Mal die Matte ohne Aktion verließ, kassierte er die zweite Bestrafung. Nachdem sich dies unverändert fortsetzte, kam es wie es kommen musste: Das Kampfgericht verhängte nach Beratung die dritte Strafe und damit die Disqualifikation, die gleichzeitig Sieg und Bronzemedaille für Jonathan Bögelein bedeutete.

Gold ging wie erwartet an Mateo Cuk, Silber holte Niklas Schummel (Brandenburg) und die zweite Bronzemedaille erkämpfte sich Jonathans Vorrundengegner Ian Störmer.

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